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31.5.2012 10:20

Durstlöscher im LEBEN-Drink-Check

  • Fit oder fett: Was die Getränke wirklich können
Durstlöscher im LEBEN-Drink-Check

Die besten Durstlöscher. In Limos, Mixdrinks, Bier & Co können zig Kalorien, Chemie und andere unliebsame Dinge stecken. Prüfen Sie, was Sie unbesorgt durch Ihre Kehle spülen können.

Wer nichts zu trinken hat, hat schlechte Aussichten. Denn wird der Flüssigkeitsbedarf des Organismus nicht gedeckt, geht's rasch bergab: Bei einem Defizit von ein bis fünf Prozent stellen sich Konzentrations- und Leistungsschwäche ein. Bei sechs bis zehn Prozent minus steigen Puls und Körpertemperatur, Übelkeit und Schwindelgefühl treten auf. Wird die Zehn-Prozent-Marke überschritten, kommen Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und Kreislaufkollaps. Und über 20 Prozent bedeuten, dass man das nächste Glaserl bestenfalls im Himmel schlürfen wird.

Viel Auswahl, viele Fallen
Hierzulande sehen Trinkprobleme anders aus. Und damit ist nicht mal Alkoholabusus gemeint. Angst vorm Verdursten muss man in Österreich nicht haben: Trinkwasser gibt's genug – und gratis aus der Leitung. Zudem lockt ein gewaltiges Angebot allerorts dargebotener Drinks, Säfte, Limos und dergleichen. Doch auch dies hat seine Tücken: Vieles davon hat nämlich das Potenzial, uns fett und krank zu machen, statt schlicht – dem eigentlichen Zweck entsprechend – Flüssigkeitsbedarf und Durst zu stillen. Grund genug für LEBEN, der Sache mit dem gesunden Trinken auf den Grund zu gehen. Vor allem jetzt, zu Beginn der heißen Saison.

Trockene Fakten
Dehydration ist schon nach zwei bis vier Tagen lebensgefährlich, weil ein verringerter Körperwassergehalt unter anderem das Blut dick werden lässt und den Sauerstoffhaushalt bremst. Mehr als 50 Prozent des menschlichen Organismus bestehen aus Wasser, bei Babys sind’s gar rund 70 Prozent. Ständig wird über die Haut (Schweiß!), den Darm, die Niere (Urin!) und die Atmung Wasser ausgeschieden. Was nötig ist, um diesen Verlust aufzuwiegen, schildert Katrin Mittl, Ernährungsexpertin des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): "Die empfohlene Trinkmenge liegt für Kleinkinder bei 0,8, für Kinder bei bis zu 1,3 und bei Erwachsenen bei mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Bei Hitze kann der tägliche Bedarf auf das Drei- bis Vierfache ansteigen. Ähnliches gilt bei Erkrankungen mit Fieber, Durchfall oder Erbrechen."

Besser vor dem Durst
Auch die Art der körperlichen Betätigung und die Anzahl der Lebensjahre spielen eine Rolle, wenn's um die ideale Trinkmenge geht, ergänzt Ernährungsexpertin Cathrin Drescher: "Bei intensiver Anstrengung, etwa beim Sport, verliert der Körper durchs Schwitzen rund einen Liter Flüssigkeit pro Stunde. Da ist es am besten, schon vorab ausreichend Wasser zu trinken. Und: Mit zunehmendem Alter sinkt nicht nur der Bewegungsdrang, sondern ebenso das Durstgefühl. Auch da empfiehlt es sich zu trinken, bevor man Durst verspürt, um Defizite zu vermeiden."

Lesen Sie mehr im LEBEN 06/12.

31.5.2012 10:20
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