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31.5.2012 10:12

So wächst und gedeiht Ihr Haar

  • Was tun, wenn die Kopfhaut rieselt?
So wächst und gedeiht Ihr Haar

Haarspaltereien. Schuppen und Haarausfall sind die häufigsten Haarprobleme bei Männern wie Frauen. Doch keine Panik: Da kann geholfen werden.

Wenn der morgendliche Blick in den Spiegel an Medusa erinnert und sämtliche Hightech-Stylingversuche die Haarpracht nur noch schlimmer machen, dann ist er da: der "Bad Hair Day"! Nervig, schlimm und unschön – oft sind Kappen, Tücher oder Gummiringerln die einzige Chance, den Tag unbelacht zu überstehen. Aber der miese Haar-Tag ist spätestens nach der nächsten Haarwäsche oder einem Friseurbesuch weg. Gut so! Doch das Kopfhaar kann auch für nachhaltigere Zores sorgen, die nicht mit Wäsche oder Schnitt wieder verschwinden. Schuppen oder gar Haarausfall sind nicht nur ziemlich unschön, sondern nagen auch am Selbstbewusstsein der Betroffenen.

Wenn die Kopfhaut rieselt
Kopfschuppen sind ein leidiges Problem, das die schönste Frisur nicht überdecken kann. Viele Betroffene schämen sich dafür, dabei ergeht es jedem zweiten Menschen so, wenn auch in unterschiedlichen Schweregraden. Aber nicht mangelnde Hygiene oder verstärkte Zellteilung sind schuld an dem weißen Geriesel – ein Hautpilz namens Malassezia globosa ist dafür verantwortlich. Die meisten Menschen haben ihn auf ihrer Kopfhaut, aber eben nur jeder Zweite bekommt davon auch Schuppen. Seit den 1950er Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft damit, die weißen Pünktchen zu eliminieren, doch nach wie vor ist es nicht möglich, sie vollständig zu beseitigen.

Schuppen nicht ausrottbar
Auch Dr. René Rust, wissenschaftlicher Experte von head&shoulders, glaubt nicht, dass in naher Zukunft Schuppen vollständig beseitigt werden können. Denn dieser Pilz ist ein ziemlich raffinierter Organismus, der derzeit nur mit guten Präparaten in Schach gehalten werden kann – das aber sehr gut. Die Experten empfehlen dafür milde Shampoos mit dem Anti-Pilz-Wirkstoff Zinkpyrithion, der nicht nur den Pilz bekämpft, sondern auch die begleitenden Symptome wie Trockenheit und Juckreiz und andere Irritationen reduziert.

Kopfpilz hat Sex
Weitere Erkenntnisse soll die Stammzellenforschung bringen: Denn mittlerweile ist auch die Erbinformation des Pilzes entschlüsselt. Sein Erbgut ist etwa 300-mal kleiner als das des Menschen, aber sehr effizient und anpassungsfähig. Was die Forscher außerdem herausgefunden haben, macht Schuppen vielleicht sogar ein bisschen "netter": Denn der Pilz ist nicht nur auf fast allen Köpfen zu finden, sondern hat dort wahrscheinlich auch sexuelle Interaktion, wodurch er sich noch leichter vermehren kann.

Lesen Sie mehr im LEBEN 06/12.

31.5.2012 10:12
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