Österreichs Gesundheitsmagazin

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30.11.2011 16:15

Burnout rechtzeitig erkennen

  • Eine Millione Österreicher in Gefahr "auszubrennen"

Plötzlich war "der Ofen aus", nichts ging mehr. Jahrelang hatte Elisabeth S., 48, klaglos "funktioniert" – als engagierte Freiberuflerin ebenso wie daheim bei Mann und zwei Kindern. Bis sie sich eines Tages nicht mehr auf den Beinen halten konnte, mit starkem Schwindelgefühl in das Krankenhaus eingeliefert wurde.

Nachdem neurologische Untersuchungen medizinisch gesehen negativ verliefen, kam sie in ein Rehazentrum. Dort wurde die Diagnose "Burnout im fortgeschrittenen Stadium" gestellt.

Eine Million gefährdet
Bereits rund eine Million Österreicher gelten als burnoutgefährdet. Die fatalen Auswirkungen von Globalisierung und entfesselten Finanzmärkten auf die Arbeitsplätze, die ständige Erreichbarkeit und Informationsflut, kurz: die turbulente Beschleunigung und Entfremdung aller Lebensbereiche lässt immer mehr Menschen "ausbrennen".


"Das Burnout-Syndrom bezeichnet eine besonders ausgeprägte berufliche und/oder familiäre Erschöpfung", erläuert Wolfgang Lalouschek, Neurologe und systemischer Coach. "Besonderer Ehrgeiz, überdurchschnittliches Engagement, Perfektionismus und das Gefühl, nie genug zu geben, paaren sich mit organisatorischen Problemen und wirtschaftlichen Engpässen. Hinzu kommen noch private Belastungen – und fertig sind die idealen Rahmenbedingungen für Burnout."

Schleichender Prozess
Burnout ist kein Endzustand, sondern ein schleichender Prozess, den Experten in zwölf unterschiedliche Phasen unterteilen. Je früher jemand bei sich selbst oder beim Gegenüber erkennt, dass dieser Prozess eingesetzt hat, desto leichter gelingen Interventionen und Hilfsmaßnahmen. Wolfgang Lalouschek, medizinischer Leiter des Gesundheitszentrums "the Tree" in Wien, skizziert den Prozess im aktuellen LEBEN.

Das und mehr zum Thema Burnout im LEBEN 12/11.

30.11.2011 16:15
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