Österreichs Gesundheitsmagazin

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3.11.2011 09:59

Was den Rücken schmerzfrei macht

  • Von der Vorbeugung bis zur richtigen Therapie

Die beruhigende Nachricht vorweg: Tut's im Bereich der Wirbelsaule weh, heißt das noch lange nicht, dass Operationen oder lebenslanges Leiden ins Haus stehen. Denn an die 85 Prozent der Ruckenschmerzen haben keine gravierenden korperlichen Ursachen, sondern werden von muskularen Schwachen, psychischen Problemen oder daraus resultierenden Verspannungen ausgelost. Von Faktoren also, die sich ohne große Eingriffe beheben lassen.

Schwere Schäden an Wirbeln, Bandscheiben oder Nerven, die eine Operation erfordern, stecken weit seltener hinter dem Volksleiden Rückenschmerz, dass rund 85 Prozent der Bevolkerung irgendwann im Leben quält und häufigster Grund fur Krankenstände und Frühpensionen ist. Was Kreuzschmerz, Nackenkrampf und Co. so häufig macht, ist gut erforscht:

Bewegungsmangel
Heutzutage braucht es, von Technik unterstützt, für Fortbewegung und Arbeit deutlich weniger Körpereinsatz als einst. Drum "versitzen" wir inzwischen im Schnitt ganze 15 Jahre unseres Lebens - vom Bett ins Auto, an den Schreibtisch, danach motorisiert retour. Klar, dass dabei die Muskeln schwächer werden. Und logisch, dass ein geschwächtes muskulares Stützkorsett der Wirbelsaule keine große Hilfe mehr ist.

Übergewicht
Schon gar nicht, wenn auch ein anderes Volksleiden ins Spiel kommt, das ebenfalls von Bewegungsarmut gefördert wird und seinerseits die Wirbelsäule in Bedrängnis bringt: Übergewicht nämlich, das den Druck auf ihre 24 Wirbelkörper und 23 stoßdämpfenden Bandscheiben zusätzlich verschärft. Wer meint, all dies betreffe nur Erwachsene fortgeschrittenen Alters, irrt.

Im Kindesalter ansetzen
"Das Problem beginnt bereits bei Volksschülern", betont Spezialist Wilfried Ilias, Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft. Einen Beweis dafür lieferten Untersuchungen an Bundesheer-Neulingen: "Schon bis zu acht Prozent der 18-Jährigen, die zur Stellung kommen, weisen Schäden an der Wirbelsäule auf." Deshalb wäre, so Ilias, Umdenken angesagt. Den Kids "Faulheit" zu unterstellen, aber keine Anreize zu bieten, sei verkehrt – und folgenschwer: "Mehr Turnstunden und Sport – wie in den USA – als Schwerpunkt wären sinnvoll."

Lesen Sie die ganze Story im LEBEN 11/11!

3.11.2011 09:59
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